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EU-Strategie für nachhaltige und zirkuläre Textilprodukte

Am 30. März veröffentlichte die Europäische Kommission ein Dokument mit einer Mitteilung an das Parlament und verschiedene Ausschüsse. Das Strategiepapier zeigt das Ausmaß der durch den Textilsektor verursachten Umweltbelastung auf. In Bezug auf die Umweltbelastung steht der Sektor an vierter Stelle (nach Lebensmittelproduktion, Wohnungsbau und Mobilität). Die Kommission fordert die EU-Institutionen auf, eine Strategie zu unterschreiben. Ziel dieser Strategie ist es, ab 2030 so zu produzieren, dass Textilien langlebig sind und recycelt werden können. Die Textilien müssen größtenteils aus Recyclingfasern bestehen und dürfen keine Schadstoffe enthalten. Darüber hinaus spielt der soziale Aspekt eine große Rolle und muss die Verletzung von Menschenrechten gestoppt werden.

Die Vision von Fabraa passt zum Textilsektor der Zukunft
Wir stellen mit Stolz fest, dass Fabraa den richtigen Weg eingeschlagen hat. Wichtige Elemente wie die Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks, Produktpässe, Umweltinformationen, Daten zu den Umweltauswirkungen, Ökodesign / Design for Recycling, Abfallmanagement und die erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producers Responsibility, EPR) wurden bei uns bereits teilweise umgesetzt oder stehen auf dem Programm. Der Weg ist jedoch noch lang. Wir stehen am Anfang einer Reise, die wir gemeinsam mit unseren Partnern machen. Auf dieser Reise lernen wir ständig dazu und arbeiten an einem zirkulären Sortiment.

Wandel in der Textilindustrie
Um Fortschritte bei der Nachhaltigkeit in der Textilindustrie zu erzielen, müssen die derzeitigen linearen Prozesse verändert werden. Das aktuelle System von Entwurf, Produktion, Verwendung und Entsorgung muss durchbrochen werden. Der Übergang zu einer nachhaltigen und kreislauffähigen Textilindustrie sorgt für eine Reduzierung der Auswirkungen auf unser Klima.

Zuverlässige Umweltinformationen sind eine Seltenheit
Verbraucher, die bereit sind, nachhaltigere Produkte zu kaufen, werden oft durch die Unzuverlässigkeit der Umweltinformationen entmutigt. Einem kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlichten Bericht zufolge sind 39 % dieser Umweltinformationen im Textil-, Bekleidungs- und Schuhsektor falsch oder irreführend. Die Verbraucher kaufen also ein Produkt, das sich als weniger nachhaltig erweist, als sie denken.

Fabraa misst die Umweltauswirkungen
Um zu verantwortungsvollen und verlässlichen Umweltinformationen zu kommen, misst Fabraa die Umweltauswirkungen seiner Stoffe. Diese werden mit Hilfe von Lebenszyklusanalysen für die recycelten Garne gemessen. Damit bereitet sich Fabraa auf einen möglicherweise verpflichtenden PEF in naher Zukunft vor. Dieser wurde mit dem folgenden Ziel von der EU initiiert: Nachhaltige Alternativen zu stärken und dafür zu sorgen, dass die Umweltauswirkungen transparent bewertet und im Anschluss daran natürlich auch reduziert werden. Der PEF misst die Umweltleistung während des gesamten Produktlebenszyklus und berücksichtigt dabei die gesamte Lieferkette. Diese Methodik befindet sich noch in der Entwicklung. Sie wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts obligatorisch werden. Fabraa arbeitet so transparent wie möglich. So weiß der Verbraucher, dass er tatsächlich ein nachhaltigeres Produkt kauft, und Fabraa ist in der Lage, die Umweltinformationen zu belegen.

Lesen Sie die Strategie der Europäischen Kommission hier